Erleben & Wissen

Asylbewerber sagen DANKE!

 

Beim 1. Abend der Reihe «Erleben und Wissen gab Pedro Schmidli Einblick in den Weg, den er und sein Team seit der Eröffnung der Temporären Unterkunft TUK im März 2016 mit den Asylsuchenden aus verschiedenen Ländern, jedoch mehrheitlich aus Afghanistan, gegangen ist. Asylbewerbende schlossen ihren persönlichen Beitrag mit einem grossen Dank an die Schweizer Bevölkerung für die Hilfe!

Einleitend wies Pedro Schmidli darauf hin, wie wichtig es sei, die Asylsuchenden in einen strukturierten Alltag zu führen. Das bedeutet: Die Reinigung der Anlage, die Besorgung der Wäsche und der Einkauf für die Mahlzeiten etc. selbständig zu erledigen. Sichtlich stolz meinte er, dass dies in der Zwischenzeit problemlos klappe.

Ganz ruhig wurde es im Pfarreisaal als zwei Bewohner über die Erfahrungen in ihren Praktikumsstellen berichteten. Sie starteten sichtlich nervös, denn sie wollten dies in Deutsch mitteilen. Beide meisterten diese Aufgabe bravourös. Sie erzählten, dass sie sehr glücklich sind, dass ihnen in der Perlen Converting AG und im Tierheim an der Ron eine solche Stelle angeboten wurde. Sie betonten, dass sie es lieben, arbeiten zu gehen, Kontakt zu Mitarbeitenden aufbauen und dabei auch Deutsch lernen zu können. Sie schlossen ihre Präsentation mit einem grossen Dank an die Schweizer Bevölkerung für diese tolle Unterstützung.

Darauf meldete sich Peter Henz, der mit seinem Einsatz die Praktikumsstelle in der Perlen Converting AG möglich gemacht hatte. Zuerst äusserte er seine grosse Zufriedenheit zur Leistung „seines“ Praktikanten. Darauf folgte die Schilderung des schier unmöglich grossen Papierarbeit, der seitens der Firma geleistet werden musste, um diese Praktikumsstelle zu ermöglichen. Ein Raunen ging durch den Saal und man hörte mehrfach die Worte „das muss doch auch einfacher und weniger bürokratisch möglich sein“.

Freiwillig Engagierte stellten dann in kurzen Berichten ihren Einsatz vor: Deutschkurse, Velofahren, Fussballspielen, Kochen, Wandern,  Spielenachmittage usw. Die Angebote würden von den Asylsuchenden gerne und rege genutzt. Viele gute Begegnungen seien so bereits mögliche geworden. Pedro Schmidli ergriff das Wort und meinte, er sei tief beeindruckt von der grossen Solidarität und dem grossartige Engagement der Freiwilligen aus unserer Gemeinde Buchrain. Nach einer kurzen Fragerunde luden die Asylsuchenden zu afghanischem Tee und Fladenbrot ein.

Käthy Ruckli