Altersfasnacht 2018

 

A d' Fasnacht go – und Dampf abloh! Das war das Motto der diesjährigen Seniorenfasnacht. Bundesrat Ogis wäre passender gewesen: Freude herrscht!

Und es herrschte Freude am 3. Februar im Pfarreisaal. Nach und nach zogen Könige, ihre Dienerschaften, erlauchte Kreuzritter, Närrinnen und Narren, die Nachthurri vom Hundsrück, Leute aus dem gemeinen Volk bis hin zu Säuglingen im vorgerückten Alter, ein.

Begleitet war der Einzug und der unterhaltsamen Begrüssungszeremonien vom Stimmungsorchester Ruedi und Ruedi, dem Jodlerduett Martha und Paula, begleitet vom Schwyzerörgler Hans und den pfarrherrlichen Alphornklängen. Nach ersten und schüchternen Übungen auf dem Tanzboden klangen schon von Aussen die majestätischen Klänge der Garde der Notenheuer. Unter tosendem Applaus rissen sie den letzten Fasnächtler vom Stuhl. Nach einem eindrücklichen Konzert, in der ersten Reihe stehend der 93 jährige Posaunist.  „Alt“ war da nicht zu spüren, weder auf der Konzertbühne noch im Saal. Vor der Tür aber wartete schon der nächste Tross, um dem fasnächtlichen Publikum die Aufwartung zu machen. Der Zunftmeister Stefan I. mit Gattin Katharina, seinem Einflüsterer – so heisst  es bei Trump - der Weibel Beni mit Gemahlin Sabine und dem dazugehörigen Anhang stellten sich vor, überbrachten die Grüsse der Rotseezunft, versprachen den Fasnächtlern einen guten Tropfen Wein und baten eindrücklich, an den Ebikoner Faschnachtstagen dabei zu sein.

Und nun war die Bühne frei  für die tanzbeinschwingende Gruppe um Barbara Vanza. Wiederstehen konnte das Publikum nicht mehr, stand auf, applaudierte, formierte sich zur Polonaise, schlängelte durch Tisch und Stühle, manchen brachte es zum Schnaufen und, wäre nicht der Hunger gewesen, hätten viele bis abends spät noch getanzt.

Es war ein wunderbarer Nachmittag.

Der Saal von Thomas Scheidegger geschmückt, das Gedeck vom Pfarreirat und seinen Helferinnen und Helfer nach gastronomischer Manier bereitgestellt, die Pastetli und das Gemüse fachmännisch für die fast 150 Besucher zubereitet und serviert, Schänkeli, Wasser, Wein, Bier, Kaffee – und wenn nötig Kaffeefertig – zur Genüge. Die Kellnerinnen und Kellner waren immer zur Stelle, wenn der Durst sich einstellte. Das Portemonnaie durfte in der Tasche bleiben. Dem Pfarreirat und der Kirchgemeinde gebührt ein herzliches Dankeschön.

Über allem standen Silvia und Martin Hofstetter, die professionell durch den Nachmittag führten und den Dirigentenstab nie aus der Hand gaben. Es war ein beeindruckender, unterhaltsamer und fröhlicher Nachmittag.

Und nun freuen sich alle Fasnächtler auf die bunten Tag  und natürlich auf die Seniorenfasnacht 2019. Ob der Pfarreisaal dann alle Fasnachtsbegeisterten zu fassen vermag?

Hans Egli

 

https://www.youtube.com/watch?v=Xgs991AzF4E&feature=youtu.be

 
 

 
 
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